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01.03.2017 | 08:00 Uhr

43,6 Millionen Erwerbstätige im Januar 2017

Wiesbaden (ots) -

Sperrfrist: 01.03.2017 08:00
Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der
Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ist.

Im Januar 2017 waren nach vorläufigen Berechnungen des
Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 43,6 Millionen Personen mit
Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Gegenüber Januar 2016 nahm die
Zahl der Erwerbstätigen um 612 000 Personen oder 1,4 % zu. Erwerbslos
waren im Januar 2017 rund 1,8 Millionen Personen, 88 000 weniger als
ein Jahr zuvor.

Im Vormonatsvergleich sank nach vorläufigen Ergebnissen der
Erwerbstätigenrechnung die Zahl der Erwerbstätigen im Januar 2017 um
333 000 Personen oder 0,8 %. Der Rückgang gegenüber Dezember war
somit etwas geringer als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre (-
340 000 Personen). Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer
Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, nahm
die Erwerbstätigen-zahl im Januar 2017 gegenüber dem Vormonat um 58
000 Personen oder 0,1 % zu.

Neben der Erstberechnung der Erwerbstätigenzahl für den
Berichtsmonat Januar 2017 wurden auch die vorläufigen monatlichen
Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit für das Jahr 2016 neu berechnet.
Hierbei wurden alle zum jetzigen Berechnungszeitpunkt zusätzlich
verfügbaren erwerbsstatistischen Quellen einbezogen. Eine
Neuberechnung der Erwerbstätigenzahlen zum jetzigen Zeitpunkt wurde
durch veränderte Ausgangsdaten der Bundesagentur für Arbeit
notwendig. Hieraus resultierten für die monatlichen
Erwerbstätigenzahlen Vorjahresveränderungsraten, die in den Monaten
Juni bis Dezember bis zu 0,9 Prozentpunkte von den bisher
veröffentlichten Ergebnissen nach oben abweichen. Dadurch erhöhte
sich die Anzahl der Erwerbstätigen (Inländerkonzept) für das Jahr
2016 auf 43,5 Millionen Personen beziehungsweise um 1,2 % gegenüber
2015. In der Pressemitteilung vom 02. Januar 2017 (Nr. 01/17) wurde
das Jahresergebnis noch mit 43,4 Millionen Erwerbstätigen
(Inländerkonzept) und die Vorjahresentwicklungsrate mit + 1,0 %
veröffentlicht.

Nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung lag die Zahl der
Erwerbslosen im Januar 2017 bei 1,76 Millionen Personen. Im Vergleich
zum Vormonat nahm sie um 14,3 % oder 215 000 Personen zu. Bereinigt
um saisonale und irreguläre Einflüsse, betrug die Zahl der
Erwerbslosen 1,66 Millionen Personen. Sie war damit um rund 21 000
Personen niedriger als im Vormonat. Die bereinigte Erwerbslosenquote
lag im Januar 2017 bei 3,8 %. Tief gegliederte Daten und lange
Zeitreihen können in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden:
Die Daten zu Erwerbstätigen aus der Erwerbstätigenrechnung sind unter
den Tabellennummern 13321-0001 (Monate)und 13321-0002 (Quartale)
verfügbar. Die Daten zu Erwerbstätigen und Erwerbslosen aus der
Arbeitskräfteerhebung können unter der Tabellennummer 13231-0001
(Monate) abgerufen werden.

Methodische Hinweise:

Die Stichprobe des Mikrozensus und der darin integrierten
Arbeitskräfteerhebung wurde zum Berichtsmonat Januar 2016 auf eine
neue Auswahlgrundlage umgestellt, die jetzt auf den Ergebnissen des
Zensus 2011 basiert. Durch den Umstieg kann die zeitliche
Vergleichbarkeit mit Ergebnissen des Mikrozensus aus früheren Jahren
eingeschränkt sein. Nähere Untersuchungen zu möglichen Effekten des
Wechsels auf die neue Auswahlgrundlage sind erst nach dem Vorliegen
weiterer Ergebnisse möglich.

Die Erwerbstätigenzahlen aus der Erwerbstätigenrechnung und aus
der Arbeitskräfteerhebung unterscheiden sich. Die Abweichungen sind
auf die unterschiedlichen eingesetzten Konzepte der beiden
Statistiken zurückzuführen. Nähere Hinweise zu den Hintergründen der
Ergebnisunterschiede zwischen Arbeitskräfteerhebung und
Erwerbstätigenrechnung finden Sie in den Erläuterungen zur Statistik
unter www.destatis.de --> Zahlen &amp; Fakten --> Gesamtwirtschaft &amp;
Umwelt --> Arbeitsmarkt --> Methoden --> Erläuterungen zur Statistik
--> Abweichungen zwischen Erwerbstätigenrechnung und Mikrozensus bei
der Zahl der Erwerbstätigen.

Erwerbstätige und Erwerbslose werden nach dem Erwerbsstatuskonzept
der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gezählt. Die
ausgewiesene Erwerbslosigkeit darf deswegen nicht mit der
registrierten Arbeitslosigkeit verwechselt werden, die von der
Bundesagentur für Arbeit entsprechend dem Sozialgesetzbuch
veröffentlicht wird. Für die Berechnung der Erwerbslosenquoten werden
im Europäischen Statistischen System einheitlich die Ergebnisse der
Arbeitskräfteerhebung zugrunde gelegt.

Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) mit
Tabellen sowie weitere Informationen und Funktionen sind im
Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter
http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.


Weitere Auskünfte geben:
für den Bereich der Erwerbstätigenrechnung:
Christoph-Martin Mai,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 33 78 und
Michael Braig,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 29 32

für den Bereich der Arbeitskräfteerhebung:
Andreas Grau,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 21 24,
www.destatis.de/kontakt



Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
E-Mail: presse@destatis.de

Original-Content von: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell

Quelle: http://www.presseportal.de

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