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14.02.2018 | 16:16 Uhr

Heizen mit eiskalter Luft (FOTO)

Heizen mit eiskalter Luft (FOTO) Augsburg (ots) -

Was im ersten Moment unwahrscheinlich klingt, funktioniert dank
moderner Technik heute problemlos. So genannte
Luft-Wasser-Wärmepumpen können der Umgebungsluft selbst bei
klirrender Kälte noch ausreichend Energie entziehen, um daraus
Heizungswärme zu erzeugen.

Wärmepumpen werden als umweltschonende Heizungstechnologie immer
beliebter. Nahezu kostenlos entziehen sie Luft, Wasser oder Erdreich
Energie und wandeln diese in Wärme für Heizung und Brauchwasser um.
Die Technik ist inzwischen so weit ausgereift, dass sich damit der
gesamte Wärmebedarf eines Einfamilienhauses problemlos decken lässt.
Besondere Vorteile bieten Luft-Wasser-Wärmepumpen. Sie werden ohne
Erdbohrungen installiert und sind unabhängig vom Grundwasserspiegel.
Zudem sind sie bei den Betriebskosten meist günstiger als Luft-Luft-
oder Luft-Sole-Pumpen.

Das Funktionsprinzip ist denkbar einfach. Eine im Freien
befindliche Außeneinheit der Wärmepumpe saugt einfach die
Umgebungsluft an, deren Energie dann in Wärme umgewandelt wird. Die
Luft trifft dabei auf ein Kältemittel, das bei niedriger Temperatur
verdampft. Dieser Dampf wird in einem Kompressor verdichtet und
dadurch sehr warm. Die Wärme wird schließlich an den Heizkreislauf
abgegeben. Hochleistungsgeräte schaffen auch bei Außentemperaturen
von bis zu minus 20 Grad Celsius Heizwassertemperaturen von rund 60
Grad Celsius. Die Technologie eignet sich nicht nur für Neubauten,
sondern kann auch in vielen Altbauten nachträglich integriert werden.

Unbedingt in Qualität investieren

Wer eine Luft-Wasser-Wärmepumpe installieren möchte, sollte einige
Punkte beachten, damit sich die Investition langfristig lohnt. Am
Markt gibt es eine Vielzahl von Anlagen, die sich in Sachen Effizienz
teils stark unterscheiden. Zum einen sollte das betreffende Gerät
auch für extrem niedrige Temperaturen geeignet sein. Nur dann steht
selbst im tiefsten Winter noch genügend Wärme für Heizung und
Brauchwasser zur Verfügung. Ebenso sollte der Stromverbrauch für den
Betrieb niedrig sein, sodass die eingesetzte Energie effizient
genutzt werden kann. Ist die Anlage mit anderen Systemen der
vorhandenen Haustechnik kompatibel, beispielsweise mit der
Photovoltaikanlage, lässt sich zusätzlich Energie einsparen. Dazu
müssen entsprechende Anschluss- und Regelungsmöglichkeiten vorhanden
sein, das System muss technisch ausgereift und leicht zu handhaben
sein. Analog zur Autoindustrie und deren Wintertests in Skandinavien
hat sich das schwedische Unternehmen Nibe mit ihren
Produktentwicklungen einen Namen als Hersteller besonders
leistungsfähiger Wärmepumpen gemacht.

Wer nun noch von attraktiven Fördermöglichkeiten Gebrauch macht,
kann seine Investitionskosten deutlich senken. Für förderfähige
Luft-Wasser-Pumpen gibt es beispielsweise bei Altbauten derzeit
mindestens 1.300 Euro vom Staat. Bei der Kombination mit Solartechnik
können weitere 500 Euro dazu kommen. Doch auch unabhängig von jeder
Förderung helfen Wärmepumpen mit der umweltfreundlichen Technologie
kostengünstig Wärme zu erzeugen.



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Redaktionsgemeinschaft Bauen &amp; Wohnen
Werner-von-Siemens-Str. 6
86159 Augsburg
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