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14.03.2018 | 11:00 Uhr

Senioren auf Samtpfoten: ZZF gibt Tipps für den Umgang mit der alternden Katze

Wiesbaden (ots) - Viele Tierhalter merken nicht gleich, dass ihre
Katze ihr Verhalten ändert, weil sie älter geworden ist. Langsam
verschlechtern sich Sinne und Wahrnehmung des Vierbeiners, das
Schlafbedürfnis wird größer und gesundheitliche Einschränkungen
nehmen zu. Damit Katzenhalter ihre Tiere gut durch das Seniorenalter
bringen, gibt der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe
Deutschlands e.V. (ZZF) Tipps für den Umgang mit Alterserscheinungen.

Gut zugänglicher Rückzugsort

Die meisten Katzen wollen mit zunehmendem Alter mehr schlafen und
ruhen. Daher ist es für ihr Wohlbefinden essentiell, dass sich die
Samtpfote an einen ruhigen, warmen Ort in der Wohnung zurückziehen
kann, der mit einem weichen Schlafplatz ausgestattet ist. Dies kann
beispielsweise ein Korb, eine Höhle oder ein Kratzbaum sein. Wichtig
ist hierbei, dass die Ruhezone gut zugänglich ist. "Wenn die Katze
körperlich nicht mehr fit ist, fällt ihr das Klettern oder Springen
auf den Kratzbaum unter Umständen schwer", weiß Katzenexpertin und
ZZF-Heimtierpflegerin Angelika Purwins. Zu den bevorzugten Plätzen
können auch Aufstiegshilfen in Form von Rampen oder Leitern helfen.

Ernährung überwachen

Ältere Katzen sind häufig weniger aktiv und haben einen
langsameren Stoffwechsel. Entsprechend verändern sich auch ihre
Nährstoffbedürfnisse. "Ältere Katzen brauchen weniger Kalorien",
erklärt Angelika Purwins. "Gleichzeitig sollte das Futter gut
verdaubares, fettarmes Protein enthalten." Am besten bieten
Katzenhalter ihrem Stubentiger über den Tag verteilt mehrere kleine
Mahlzeiten an, um den Verdauungstrakt nicht mit allzu großen
Futtermengen zu belasten und kontrollieren die aufgenommene Menge an
Futter und Wasser. Die Näpfe sollten für das Tier leicht erreichbar
und flach sein.

Regelmäßige Gesundheitskontrollen

Ältere Katzen sollten (mindestens!) jährlich von einem Tierarzt
untersucht werden, um den Gesundheitsstatus zu erhalten und
Erkrankungen oder Organfunktionsstörungen rechtzeitig zu erkennen.

Eine Alterserscheinung ist das zunehmende Risiko für Erkrankungen
in der Maulhöhle. Neben regelmäßigen Checks von Zähnen und
Zahnfleisch beim Tierarzt ist auch die Aufmerksamkeit des Tierhalters
gefragt: Sollte die Katze auf einmal feste Futterbestandteile meiden,
starken Mundgeruch entwickeln, viel speicheln oder bräunlich-beige
Zahnbeläge entwickeln, sollte der Halter mit seinem Tier einen
Tierarzt aufsuchen, rät Angelika Purwins. Manche Katzen fressen trotz
Schmerzen.

Leicht erreichbare Katzentoilette

Dem Katzensenior helfen kurze Wege zur Katzentoilette, da er
seinen Harndrang eventuell nicht mehr so gut kontrollieren kann wie
eine junge Katze. "Am besten stellen Katzenhalter hierfür gleich
mehrere Toiletten mit niedriger Einstiegshöhe an strategisch
günstigen Orten auf", empfiehlt Angelika Purwins. Das gilt auch für
ältere Freigänger, die bei schlechtem Wetter plötzlich den Gang nach
draußen vermeiden. Organisch bedingte Unsauberkeit kann der Tierarzt
anhand von Blut- und Urinwerten feststellen.

Mehr Fellpflege nötig

Ältere Katzen können sich häufig nicht mehr so gut putzen, da die
Beweglichkeit nachlässt. Tiere, die vorher nicht gekämmt wurden,
sollten jetzt regelmäßig gebürstet werden, damit das empfindliche
Fell nicht verfilzt. "Das gilt sowohl für Kurzhaar- als auch für
Langhaarkatzen", betont die Expertin. "Ein Hunde- und Katzenfriseur
hilft bei der Pflege." Die Krallen sollten ebenfalls regelmäßig
kontrolliert werden. "Ich erlebe in meinem Heimtierpflegesalon immer
wieder, dass ich ältere Katzen mit einzelnen, bereits eingewachsenen
Krallen an den Tierarzt verweisen muss", so Angelika Purwins.

Auf verändertes Verhalten achten

Es gibt Katzen, die bis zu ihrem Tod scheinbar topfit und
unbemerkt gealtert sind. Andere zeigen hingegen schon recht früh
altersbedingte Veränderungen. Katzensenioren mit Freigang haben oft
mit anderen Herausforderungen zu kämpfen als reine Wohnungskatzen:
Einige verletzen sich leichter, weil ihnen die Kraft fehlt, sich wie
früher im Revier zu behaupten. "Je aufmerksamer Halter ihr Tier
beobachten, desto leichter lässt sich der Alltag der veränderten
Lebensphase anpassen, und die Katze behält ihre Lebensqualität.",
betont Angelika Purwins.

Weitere Informationen: www.my-pet.org/ratgeber/katzen
Pressefoto und Word-Dokument:
https://www.zzf.de/presse/meldungen.html



Pressekontakt:

Antje Schreiber
Telefon 0611 447553-14

Marie-Christin Gronau
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