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14.06.2018 | 10:58 Uhr

Mitteldeutsche Zeitung: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Bank-Chef Maas

Halle (ots) - Die Staatsanwaltschaft Halle bestätigt die
Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Chef der
Investitionsbank Sachsen-Anhalt, Manfred Maas. "Es besteht der
Verdacht der Vorteilsnahme", sagte ein Sprecher der
Staatsanwaltschaft der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung
(Freitagausgabe). Maas hat sich von den Staatswerken Zeitz zu
Fußballspielen des FC Schalke und des FC Bayern München einladen
lassen. Die Mitteldeutsche Zeitung deckte das Anfang 2017 auf. Nun
wird untersucht, ob es einen "dienstlichen Bezug" dafür gab. Maas
darf private Einladungen annehmen, nicht jedoch, wenn er dienstlich
mit dem Geber zu tun hat.

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft haben am Dienstag zwei Beamte in
der Zentrale der Investitionsbank am Magdeburger Domplatz Unterlagen
gesichert. Es handelt sich dabei um Förderanträge. Diese werden nun
gesichtet und ausgewertet. Die Ermittlungen gegen Maas ins Rollen
gebracht, hat ein Verfahren gegen den ehemaligen Zeitzer
Stadtwerke-Geschäftsführer Andreas Huke. Formal ist die
Investitionsbank eine Tochter der Norddeutschen Landesbank
(Nord/LB). Nach Informationen der Zeitung will die Nord/LB heute Maas
davon überzeugen, sein Amt bis zur Klärung der Vorwürfe ruhen zu
lassen. Zur neuen Entwicklung äußerte sich die Nord/LB bisher nicht.
Manfred Maas war nicht erreichbar.



Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

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