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01.07.2018 | 09:15 Uhr

Weser-Kurier: Schaaf vermisste Siegeswillen bei der Nationalmannschaft

Bremen (ots) - Der ehemalige Trainer von Werder Bremen, Thomas
Schaaf, macht fehlenden Willen als Grund für den Misserfolg der
Deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Endrunde der
Weltmeisterschaft in Russland aus: "Der Biss, der Wille, unbedingt
gewinnen zu wollen, hat gefehlt. Die Mannschaft ist imstande,
großartigen Fußball zu spielen. Weniger als 100 Prozent zu geben,
reicht auf dem Niveau aber nicht, um zu gewinnen", erklärte der
57-Jährige in einem Interview mit MEIN WERDER, der Werder-Redaktion
des WESER-KURIER (Sonntagausgabe).

"Es war eine große Diskrepanz zwischen dem, was die Spieler
leisten können, und was sie geleistet haben. Das tut schon weh",
urteilt Schaaf, der zur neuen Saison als Technischer Direktor bei
Werder Bremen arbeiten wird. Zu möglichen Rücktritten wollte sich der
Fußball-Lehrer, unter dem auch Mittelfeld-Spieler Mesut Özil den
Sprung in die internationale Klasse schaffte, nicht konkret äußern:
"Ich könnte mir vorstellen, dass der eine oder andere von sich aus
geht, weil es schwer wird, das Niveau der Nationalelf in den
vergangenen Jahren zu toppen."

Für die Zukunft sieht Schaaf aber ausreichend Potenzial, um mit
dem Team wieder erfolgreicheren Fußball zu spielen: "Die U 21 ist
Europameister, den Confed-Cup vor einem Jahr haben wir mit vielen
jungen Spielern gewonnen. Da kommt etwas nach." Schaaf sprach sich
für einen Verbleib von Bundestrainer Joachim Löw aus: "Wenn er
weiterhin Spaß und Lust hat, den Weg weiter zu gehen und glaubt,
erneut das bewegen zu können, würde ich ihm empfehlen, weiter zu
machen."



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