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01.09.2019 | 11:51 Uhr

Deutsche AIDS-Gesellschaft begrüßt die Kostenübernahme der HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Hamburg (ots) - Ab 1. September 2019 wird die
HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) in Deutschland eine Leistung der
gesetzlichen Krankenkassen. Auf die entsprechenden Rahmenbedingungen
haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der
GKV-Spitzenverband geeinigt. Die Deutsche AIDS-Gesellschaft (DAIG
e.V.) begrüßt diesen Schritt und sieht ihn als wichtigen Meilenstein
in der HIV-Prävention.

Zum Gesamtpaket einer PrEP gehören neben der Verordnung der
medikamentösen Prophylaxe auch Eingangs- Verlaufs- und
Abschlussuntersuchungen sowie individuelle Beratungsgespräche. Auch
die Kosten hierfür werden zukünftig von den gesetzlichen Kassen
übernommen. - Die vorbeugende Einnahme der Medikamentenkombination
Emtricitibin/Tenofovirdisoproxil (FTC/TDF) kann Menschen wirksam vor
einer HIV-Infektion schützen. Nach der Zulassung von FTC/TDF zur
HIV-Prävention in den USA im Jahr 2012 erfolgte 2016 auch eine
entsprechende europäische Zulassung. Die praktische Umsetzung der
PrEP auf nationaler Ebene gestaltete sich nach der Zulassung
unterschiedlich. In Deutschland mussten die Kosten bislang privat
getragen werden. Im Mai 2018 verabschiedete die DAIG dann die erste
Deutsch-Österreichische Leitlinie für den Einsatz der PrEP. Diese
fachlichen Empfehlungen bildeten eine wichtige Grundlage für die
politische Entscheidungsfindung, die zur Kostenübernahme der PrEP
durch die GKV geführt hat. Wesentliche Bestandteile der Leitlinie
finden sich daher auch in den jetzt in Kraft tretenden Vereinbarungen
zur PrEP im Bundesmantelvertrag wieder.

www.kbv.de/media/sp/Anlage_33_HIV_Praeexpositionsprophylaxe.pdf

"Wir freuen uns, dass wir mit unserer DAIG-Leitlinie den Prozess
zur Umsetzung der PrEP in Deutschland aktiv unterstützen konnten. Wir
werden uns als wissenschaftliche Fachgesellschaft weiterhin gemeinsam
mit allen Akteuren im Bereich HIV für eine Verbesserung der
Prävention und Therapie einsetzen." erklärt Prof. Hans-Jürgen
Stellbrink, Vorsitzender der Deutschen AIDS-Gesellschaft. Die
Deutsche AIDS-Gesellschaft (DAIG e.V.) ist eine wissenschaftliche
Fachgesellschaft. Unter ihrer Federführung werden HIV-Therapie- und
Prophylaxeleitlinien erstellt und regelmäßig aktualisiert. Die DAIG
fördert nicht-kommerzielle und universitätsnahe Forschung zur
Optimierung der HIV-Therapie und richtet alle zwei Jahre den
Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongress aus. www.daignet.de



Pressekontakt:
Dr. Annette Haberl | Sekretärin für Öffentlichkeitsarbeit im Vorstand
der DAIG |+49 177 6843032 | annette.haberl@hivcenter.de

Original-Content von: Deutsche AIDS-Gesellschaft e.V. (DAIG), übermittelt durch news aktuell

Quelle: http://www.presseportal.de

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